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Die Lesestücke sprechen über Lepra und Leprakranke. Die Liturgie stellt uns einen von ihnen vor, der, Traditionen und Normen herausfordernd, sich Jesus nähert und um seine Hilfe bittet. Wie oft in diesem ersten Teil des Markusevangelium, streckt Jesus seine Hand aus und, gegen  die bestehenden Normen, den Kranken berührt.  Das ist das erste und größere Wunder: jenes der Liebe, das ein vielleicht schon verunstaltetes Gesicht streichelt. Die Heilung muß geschehen und geschieht. Die Liebe heilt wirklich, sie heilt immer.

 

 

6. Sonntag des Jahreskreises (B) 2006 

„Unrein! Unrein!“ und deine ganze Verzweiflung und Einsamkeit,
wie vom Gesetz verschrieben,
schriest du beim herumgehen.
Unrein nicht wegen
einer Schuld,  
sondern wegen einer Krankheit,
die schlimmste,
die Fetzen nach Fetzen
dein Fleisch vernichtete,
aber nicht die Hoffnung
und dein Willen,
eines Tages
wieder berührt zu werden,
weil du auch ein Gesicht hattest, obwohl verunstaltetes,

als Bild des lebendigen Gottes

 

 

 

Und endlich kam der Tag,
als Jemand nicht weglief,
aber auf dein dich Nähern mit Liebe wartete.
Du wurdest dann glücklicher
als die im Tempel singenden  gebliebenen Menschen;
glücklicher  als wir alle,
die immer noch einen Arm,
jenseits von uns selbst  
hinzustrecken versuchen.
Derjenige, den wir alle verfolgen und der uns dauernd entgeht,
war dort nur und ganz
für dich und seine als ewige Freundschaft warme Hand ausstreckend,
dich streichelte und heilte.
(GM/12/02/06)

Gl (4,4-7) «Aber als die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder; sind's aber Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum».

Lk (2,16-21)  «Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward».