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Das Hautthema des 5. Sonntags des Jahreskreises B betrifft eine der ersten im Markusevangelium erzählten Handlungen Jesu. Eine Frau, die Schwiegermutter von Petrus, liegt krank im Bett. Sie ist fast das Symbol dieser unseren zerbrechlichen Menschheit, die oft verhindert und schmerzhaft liegt. Sie könnte mit den Worten von Job jammern:  «Ich habe wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nächte sind mir viel geworden».  Wenn es sich nicht immer um eine akute Krankheit handelt, die die Person übersteigernd quält, wie in der evangelischen Erzählung (s. das griechische Wort: pyressousa, von pyr, d.h. Feuer), erleiden wir oft eine Art Trägheit, die uns zu stehen verhindert. Aber auch in diesem Fall erreicht Jesus uns: er hält uns  bei der Hand und richtet uns auf. Das garantiert uns nicht ganz von eventuellen Rückfällen, gibt uns doch genügende Energie, um zu stehen und Ihm und den Brüdern zu dienen. Das Geheimnis ist genau hier. Wir  werden im selben Maß geheilt, in dem wir konkret lieben und uns um unsere Mitmenschen kümmern. «Wenn ich mich gebrochen fühle und getröstet zu werden brauche, sende mir, O Herr, jemanden, der meinen Trost braucht» (Gedanke von Teresa aus Kalkutta).

 

 

5. Sonntag des Jahreskreises (B) 2006

«Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist!».
Aber du Jesus kennst es und weißt
wieviel wir zerbrechlich
und leicht zu erkranken sind.
Du kennst die unzähligen,
häufig unsichtbare Lager,
auf den wir das Leid unseres Lebens ertragen,
unfähig, mit unseren Kräften aufzustehen.
Von dieser Existenzschwäche,
die uns ganz unerwartet plötzlich und wenn wir soviel zu tun haben, überfällt,
befreie uns: hält uns  bei der Hand
und richtet uns auf, wie mit den
Menschen deines Evangeliums.
Du wirst sehen, von dir geholfen,
werden wir wieder in Füßen sein,
um Dir in den Brüdern immer noch zu dienen.
 (GM/05/02/06)

Hiob (7,1-7) 5 DOMENICA dell'anno b Muß nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und sind seine Tage nicht wie eines Tagelöhners? Wie ein Knecht sich sehnt nach dem Schatten und ein Tagelöhner, daß seine Arbeit aus sei, also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nächte sind mir viel geworden. Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend ward mir lang; ich wälzte mich und wurde des satt bis zur Dämmerung. Mein Fleisch ist um und um wurmig und knotig; meine Haut ist verschrumpft und zunichte geworden. Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn die Weberspule und sind vergangen, daß kein Aufhalten dagewesen ist. Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden. >>.

 

Mk-Evangelium (1,29-39) Und sie gingen alsbald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwiegermutter Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verließ sie, und sie diente ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tür. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und ließ die Teufel nicht reden, denn sie kannten ihn. Und des Morgens vor Tage stand er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Stätte und betete daselbst. Und Petrus mit denen, die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich. Und er sprach zu ihnen: Laßt uns in die nächsten Städte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galiläa und trieb die Teufel aus.