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«Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!» scheint ein der eindeutigsten Ausdrücke des Evangeliums, dennoch wird er am meisten mißverstanden. Zunächst handelt es sich nicht einfach um „geben“ sondern um zurückgeben. Außerdem könnte der Hinweis auf den Text von Jesaja über die Gottesberufung eines großen politischen und sogar heidnischen Souveräns (Kores) irreführend sein. D. h. zum Schluß führen, daß irgendeine Autorität immer von Gott kommt und wir ihr wie einem Gott unterwerfen müssen. In dieser Linie lieferte der Hinweis auf diesen Prinzip seitens vieler Kaiser und Herrschenden den Grund vieler Absolutismen. Dennoch hebt dieses Stück von Jesaja das Gegenteil hervor, indem Gott sagt: «Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr; kein Gott ist außer mir. Ich habe dich gerüstet, da du mich noch nicht kanntest, auf daß man erfahre, von der Sonne Aufgang und der Sonne Niedergang, daß außer mir keiner sei. Ich bin der HERR, und keiner mehr» (Is 45,5-6). Dasselbe deutet der Spruch Jesu als Hinweis auf den Monotheismus. Niemand kann sich als Gott anbeten lassen, weil Gott ein Einziger ist und nur ihm kann solche Ehre gegeben werden, obwohl sie von Herrschenden und despotischen Königen usurpiert wurde, wie damals von den römischen Kaisern, die sich Cäsar in Ehre des ersten Cäsars und sogar göttlich und Söhne Gottes rufen ließen. Die gezeigte Münze brachte das Bild und die Schrift dieser Titel. Muß dem zurückgegeben werden, der so was prägen ließ. Das heutige Evangelium unterstützt deshalb keinen Absolutismus, sonder läßt gegen ihn Kritik und Entmythologisierung üben. Es erinnert ad die Stelle, die lautet: «Die weltlichen Könige herrschen, und die Gewaltigen heißt man gnädige Herren. Ihr aber nicht also! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie ein Diener» (Lc 22,25-26).
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29. Sonntag des Jahreskreises (A) 2005
«Gebet dem Kaiser, was des
Kaisers selbst wenn er verlangte, ein solcher zu sein;
und außerdem läßt sich Gott
unreine Hybriden herstellen. Aber verstanden wir das, Jesus? Es scheint nicht so, wenn die Autorität verlangte, sich zu jeder Prophetie zu entziehen, genauso wie die Geschäftsführer des Heiligen,
die Vollmacht
ohne Hindernisse verlangen. |
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Mt (22,15-21) <<Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern. Und sie sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und du fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dünkt dich: Ist's recht, daß man dem Kaiser den Zins gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Überschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!».
(45, 1-6) «So spricht der HERR
zu seinem Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner rechten Hand
ergreife... Ich bin der HERR, und sonst>>. |
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