|
Der Gedenktag des Leibs und de Blutes des Herren fällt in diesem Jahr (gemäß dem Dreijahreszyklus, Jahr C) zusammen mit dem Evangelium der wunderbaren Brotvermehrung nach Lukas. Die erste Lesung scheint den Zusammenhang, den Jesus mit der Eucharistie selbst herstellte, zu Brot und Wein nahezulegen, welche von dem geheimnisvollen Melchisedech, König von Salem, an Abraham gegeben worden waren. Brot und Wein wurden von Christus aufgrund seiner Abstammung genutzt und für alle Gläubigen, deren Ahnvater Abraham ist, aufgrund seines großen Glaubens (Römer 4,16). Die Episode, die uns das Evangelium erzählt beschreibt einen Zwischenmoment: Das Brot wurde dem Volk Gottes angeboten, hier angedeutet durch seine Vielzahl, durch das gläubige Hören des Gotteswortes und durch die zwölf Körbe, in welchen die Reste seiner gaben gesammelt wurden. Somit wird auch an die Grundstruktur einer jeden Eucharistiefeier angespielt: Das Vernehmen des Wortes und des Leibes Jesu Christi. Und ebenso spielt es an den Kontext und die Zielrichtung jeder Feier an: des Teilens miteinander. |
|
|
|
Brot und Wein, Zeugnis geben für Dich während wir lernen das Brot zu teilen, die Zeit und all unsere Kraft, auch dann, wenn vor unseren Augen
scheinbar nicht einmal genügend für uns da sein sollte |
|
Genesi (14,18-20) 18 Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. 19 Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, 20 und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem. Vangelo di Luca (9, 11-17) 11 Aber die Leute erfuhren davon und folgten ihm. Er empfing sie freundlich, redete zu ihnen vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten. 12 Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort. 13 Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müßten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen. 14 Es waren etwa fünftausend Männer. Er erwiderte seinen Jüngern: Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzen. 15 Die Jünger taten, was er ihnen sagte, und veranlaßten, daß sich alle setzten. 16 Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. 17 Und alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll
|
|