www.puntopace.net
 

Die Feier dieser Woche gibt uns Anlaß, über die Grundlegende Bedeutung des Leibes nachzudenken und dadurch des Blutes, damit der Leib nicht stirbt. Kontextuell läßt sie uns über Brot nachdenken, das in unserer mittelmeerischen Kultur der prinzipielle Nahrungsmittel ist, damit der Leib am Leben bleibt. Es kann gleich interessant sein, zu erinnern, daß auf Deutsch das ganze Brot durch dasselbe Wort des Körpers äußert wird: "der Leib". Die Worte, die die Geste der Kommunion begleiten, sind: "Der Leib und das Blut Christi"! Die Feier weist auch auf die Bedeutung des Weines hin, der bei uns zum Ausdruck Freude und Fest bringt, damit wir nicht bloß überleben, sondern Leben in Fülle erfahren, damit wir das Beste, das wir erhaltene haben, auch teilen lernen und investieren können mit Plänen und konkreten Gesten von Aufmerksamkeit und Liebe für die Anderen. Den Leib und Blut Jesu zu empfangen heißt auch, etwas seiner Art und Weise zu bekommen, seine Überzeugungen zu erhalten und, seinen Traum nach einer versöhnten und brüderlichen Menschheit zu teilen. Nur eine Utopie? Nein, eine Utopie, die schon begann, die schon ein Stück Brot und ein Schluck Wein ist; gewiß ein Stück Geschichte, weil schon ein Stück des “Himmels” ist.

 

Leib und Blut des Herrn (a) 2004

Den gleichen Leib und das gleiche Blut
die du nahmst, indem du auf diese Erde kamst, schenktest du  für deine Freunde.
Du, der unsagbare Gott,
warst zum Fleisch und zum Blut,
und jetzt konsequenterweise
wirst zum Nahrungsmittel und zum neuen Getränk.
Wir brauchen lebendiges
und von Liebe duftendes Brot,
während wir nur gekünstelte Speisen kosten
,
die Mief von Banken und Waffen stecken
und von Handel und Tod.
Indem wir aus dem gleichen Kelch trinken,
der unsterbliches Leben enthält,
laß, Jesus, daß sich jedes Mal
in uns der Wille erneuert,
das zu teilen, was wir als Fleisch und Blut

als Geschichte von heute und morgen
erhalten haben.
 (GM/29/06/052)

 

Jh (6,51-58) «Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Da zankten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, also, wer mich isset, der wird auch leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; nicht, wie eure Väter haben Manna gegessen und sind gestorben: wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit».