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Wenn es auf Pfingsten zugeht fühlen auch wir uns vielleicht wie eine Gruppe  von nachdenklichen und verängstigten Menschen…  verängstigt von der Richtung, in welche die Geschehnisse gehen, wie gerade in diesen schmerzhaften Tagen unserer Geschichte, voll von Getöteten, Enthauptungen und der Folter. Um so unheimlicher, da die absolutistische Ideologie, die hinter all dem steckt, sich hinter dem heiligen und unaussprechbaren Namen Gottes verstecken möchte. Pfingsten soll diesem Fundamentalismus den Nährboden nehmen und allen die Gewissheit geben, dass der Glaube an Gott nichts andres ist als der Glaube an die Freiheit und das Akzeptieren der Unterschiede zwischen den Menschen. All dies kann geschehen, wenn wir uns das Wunder von Pfingsten vor Augen führen, dass es möglich ist sich zu verstehen, auch wenn es Unterschiede gibt in Sprache, Kultur und Religion.   

Pentecoste 2004 (c)

 

 Geist, der Du uns versprochen von Jesus selbst, ,
am Tag von Pfingsten bist Du
unter uns angekommen,

Du machst uns fähig zu zuhören,
Du erneuerst uns, dass wir
in der Lage sind zu verstehen,
Du befreist uns, denn Du bist
nichts anderes als der Geist der Freiheit
und der Liebe selbst,
und Du wehst wo Du willst
und erneuerst das Universum,
Heiliger Geist, der Du
unseren Schritten vorausgehst
und unsere müden Herzen wärmst,
wir haben Deiner so sehr nötig,
in dieser unserer Kirche,
wie in unserem alltäglichen Leben:
entfache in uns mit Deiner Gnade,
Bring unser Schiff weit hinaus
und lass seine Segel stets voller Wind sein!
Amen

(GM/30/05/04)

 

Vangelo di Giovanni (14,15-26) Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote.Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich: den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch.Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An dem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: HERR, was ist's, daß du dich uns willst offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.

Libro degli Atti (2,1-11) Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden