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Palmsonntag. Ein paradoxer Tag, in dem wir eines vorübergehenden Triumphs und eines erschütternden Scheiterns gedenken. Der als “Sohn Davids” zugejubelte Messias reitet auf einem Esel. In diese Richtung hatten die Propheten geschrieben: «Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin» (Zc 9,9). Er tritt in die Stadt von Jerusalem ein, derer Einwohner, besser gesagt, ein Teil von ihnen, seinen Tod auf dem Kreuz verlangen werden. Das ist ein Sonntag, der sich von Rot färbt, nämlich vom Blut eines Unschuldigen (non-nocens d.h. nicht schadend), der alle Unschuldigen (nicht Schadenden) der Erde vertritt. Sein Ende ist die radikalste und erstaunliche Behauptung der Liebe: es weißt nicht auf seine Grenze hin, sondern auf das Unbeschränkte, zu dem sie kommen kann, wenn es sie von dem kommt, der die unendliche Liebe ist.
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Palmsonntag (B) 2006
«Ich
wartete auf Recht, siehe, so ist's Schinderei, |