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In diesem Jahr fällt der 31' Sonntag mit dem Allerseelenfest zusammen, welches Allerheiligen folgt. Zwei Feiertage aber eine Gedankenlinie: jeden Tag sterben wir ein wenig, um in jedem Moment unseres niemals endenden Lebens weiter zu wachsen. Denn das Leben, das Jesus uns schenkt, erneuert und erweitert sich in einer Art, die umgekehrt proportional zu sein schein zu unserem physischen Leben, welches nach und nach verklingt. Indem er uns teilhaben läßt sein an seiner Auferstehung, führt uns Christus aus dem dunklen Verlies einer Existenz, deren Natur es ist, dem Tode entgegen zu gehen, und und nimmt uns an der Hand. Wir können, gestützt und geführt von ihm, mit vollem Vertrauen sagen: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?"

 

 

01-02/11/03 Allerheiligen-Allerseelen

Schon lange warte ich auf Dich, ohne eigentlich zu wissen, wer Du bist,
und ohne es zu wollen, habe ich Deinen Namen gerufen
aus diesem Dunkel, das nach und nach
alle meine Verstorbenen und meine Hoffnungen wegsperrt vor mir.
Aber Du, Christus, hast es geschafft,
dieses aus Eisen bestehendes schweres Tor
aufzustemmen,
das Tor, das Schatten und Gesichtern und so vielen unvergeßlichen Erinnerungen enthält,
die kaum die Zeit auslöscht, die langsam abläuft, .
Es ist ein Licht aufgegangen und Deine Hand hat uns dieses Licht zu sehen gegeben,
dieselbe Hand, von der ich spüre, daß sie mich begleitet,  bei jedem  Schritte, den ich tue. (GM/02/11/03).

Salmo Responsoriale  Dal Salmo 26
 
Psa 27:1 [Von David.] Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Psa 27:2 Dringen Frevler auf mich ein, um mich zu verschlingen, meine Bedränger und Feinde, sie müssen straucheln und fallen. Psa 27:3 Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen. Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht. Psa 27:4 Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Psa 27:5 Denn er birgt mich in seinem Haus am Tag' des Unheils; er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes, er hebt mich auf einen Felsen empor. Psa 27:6 Nun kann ich mein Haupt erheben über die Feinde, die mich umringen. Ich will Opfer darbringen in seinem Zelt, Opfer mit Jubel; dem Herrn will ich singen und spielen. Psa 27:7 Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig, und erhöre mich! Psa 27:8 Mein Herz denkt an dein Wort: «Sucht mein Angesicht!» Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Psa 27:9 Verbirg nicht dein Gesicht vor mir; / weise deinen Knecht im Zorn nicht ab! Du wurdest meine Hilfe. Verstoß mich nicht, verlaß mich nicht, du Gott meines Heiles! Psa 27:10 Wenn mich auch Vater und Mutter verlassen, der Herr nimmt mich auf. Psa 27:11 Zeige mir, Herr, deinen Weg, leite mich auf ebener Bahn trotz meiner Feinde! Psa 27:12 Gib mich nicht meinen gierigen Gegnern preis; denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf und wüten. Psa 27:13 Ich aber bin gewiß, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. Psa 27:14 Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!

Vangelo di Giovanni (6,37-40) 37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; 38 denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern daß ich sie auferwecke am Letzten Tag. 40 Denn es ist der Wille meines Vaters, daß alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und daß ich sie auferwecke am Letzten Tag.