Die Gewaltfreiheit kennzeichnet Jesu Verkündigung der frohen Botschaft. Er lädt uns immer wieder dazu ein mit allen im Dialog zu bleiben, auch mit denen, die anfangs nicht verstehen wollen, was Sinn seiner Botschaft ist. Doch wenn wir ein Stück weit auf ihrem Weg mit ihnen gehen und ihnen zeigen, daß es uns und Jesus auch um sie, gerade um sie geht, können wir ihnen so das wahre Anliegen unseres Handelns nahe bringen. Wenn es uns gelingt, ein Stück Himmel, das bereits in dem anderen wohnt zu entdecken und wieder auftauchen zu lassen, so haben wir nicht nur eine neue Schwester oder einen neuen Bruder gewonnen, sondern auch uns selbst wieder neu entdeckt.  

 

7. Sonntag des Jahreskreises c

 

Es gibt Menschen, die mir nicht nur

Mantel und Hemd nehmen wollen,

sondern meine Seele.

Und sie schaffen dies,

wenn ich mich einlasse auf ihre Wegwerfkultur

und auf ihren Durst nach Rache,

der ihnen ihre Herzen aus dem Leib gerissen hat.

 Und trotz alledem bitte ich Dich, Jesus,

daß ich immer noch Kraft finde mit ihnen zu gehen,

im Gespräch mit ihnen,

und in meinem Herzen

ein jedes Deiner Worte spürend.

 

 (GM/22/02/04)

Vangelo di Luca  27 Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. 28 Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch mißhandeln. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, laß auch das Hemd. 30 Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück. 31 Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen. 32 Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. 33 Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. 34 Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen. 35 Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! 37 Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. 38 Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

 

Dalla prima lettera di S. Paolo apostolo ai Corinzi (15,45-49) 45 So steht es auch in der Schrift: Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist. 46 Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische. 47 Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel. 48 Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren. 49 Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden.