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Das Gebet des Zöllners ist gewiss außerhalb der Schemen und der kanonischen und offiziellen Gebeten. Nicht der Zöllner, sondern der Pharisäer betet mit einer Art Gebet, das kaum mit echten religiösen Gefühlen zu tun hat. Mit seiner Gewohnheit, Worten zu wiederholen und mit der einzigen Sorge, rituelle und formale Praxen zu beobachten, vergaß er, daß das Gebet vor allem darin besteht, Öffnung von sich selbst und jenseits von sich selbst zu sein, und, daß es in einem gewissen Sinn ist Hingabe eigenes Lebens und und Suchens vor jenem heimlichen Du ist, an dem jeder Mensch sich früh oder später wendet. Mehr als sich selbst zu rühmen, drückt der Pharisäer seine Schließung vor einem Horizont aus, in dem Gott und Seine Gnade, Seine Freiheit und Seine Barmherzigkeit, verlorene gehen. Das Gegenteil passiert dem Zöllner, dessen Gebet Anbetung und Anrufung, Demut und bedingungslose Öffnung Gott ist.
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30. Sonntag des
Jahreskreises (c) |
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Vangelo di
Luca (18,9-14)
<<Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden>>.
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