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Der 2. Sonntag der Fastenzeit läßt uns auf die Verklärung des Herrn blicken, auf die Angst der Jünger, nachdem sie in die Wolke geraten, welche die Verbindung zum göttlichen herstellt und dies trotz ihres anfänglichen Enthusiasmus. Jesus spricht mit Moses und Elia, welche Gesetz und Propheten repräsentieren, über seinen bevorstehenden "Exodus" und, wie man weiß, jeder "Exodus" hat seine erhebenden und seine niederschmetternden Momente. Ausgehend von dem was unser Alltag ist und was wir gewohnt sind, tut sich uns das Faszinosum des neuen auf, genauso wie seine versteckten Herausforderungen und unbekannten Biegungen. Jesus trat als erster hervor aus dieser göttlichen und unzugänglichen Sphäre, in welcher er sich als Sohn aufhielt, um sich sodann zum Menschen zu machen, menschliches Leben und Nacht des Todes zu durchleiden, zurückzukehren und uns allen zu strahlen als ruhmreicher und göttlicher Mensch, erstgeborener von uns allen, die seine Geschwister geworden sind. Die Verklärung macht deutlich, wie schwer Jesus an diesem Schicksal zu tragen hatte, gerade in den Momenten des Bangeseins, welche jeden "Exodus" begleiten.

2. Sonntag der Fastenzeit (C)

Wolke, die du uns einhüllst,
Endlosigkeit, die du uns aufnimmst und zur gleichen Zeit
überraschend bist und dunkel und uns ängstigst
wie es bei Abraham gewesen
und bei den Jüngern auf dem Berge,

und dennoch bist Du diese Herrlichkeit,
die Gesicht und Gewand deines Sohnes leuchten läßt,
der mit Moses und Elia über seinen Abschied redet.
Vielleicht ist es gerade dieser Abschied der Sorgen bereitet,
der gleiche, der den alten Abraham seine Reise tun läßt
und Moses mit seinem Volk
aus der zur Gewohnheit gewordenen Sklaverei treibt,
welche hinter sich zu lassen nicht immer einfach ist.
Eine Sache möchten wir nun von dir erbitten:
immer Dein Licht erahnen zu können,
welches wir von deiner Gegenwart her kennen

und das uns hinausführt
aus unseren gewohnten Begrenzungen

und das uns auf dem Wege bleiben läßt.

 (GM/07/03/04)

Dal vangelo secondo Luca (9,28-36) 28 Etwa acht Tage nach diesen Reden nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. 29 Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. 30 Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; 31 sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. 32 Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, daß wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wußte aber nicht, was er sagte. 34 Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. 35 Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. 36 Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

 

Libro della Gènesi (15,12.17-18) 12 Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn. 17 Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.18 An diesem Tag schloß der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat.