www.puntopace.net

Das Evangelium von Sonntag muß auch daran erinnern, was Jesus  sagt: "Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit" und " Selig sind die Friedfertigen". Über diese biblischen Stellen nachdenkend, scheint es jedenfalls, daß die richterliche Gerechtigkeit ist Gott zu lassen, während der Frieden jedenfalls ist immer noch erneut zu verwirklichen. Siebzigmal siebenmal müssen wir verzeihen und jeden Tag müssen wir darum bitten, daß das Reich kommt und der Wille Gottes sich vollendet. Unsere Taten entweder sind nach Gerechtigkeit orientiert und die unterdrückt befreien, so daß sie uns, die Güter mit den Armen teilen und die Unglückliche trösten lassen  (so sind sie Werke von Gerechtigkeit, die Frieden erzeugen), oder sie tendieren mehr zur Rache als zur Gerechtigkeit als zedaqà, die endlich identisch mit der Heiligkeit in Gott ist. Der "ungerechte " Richter erinnert viel an des "ungerechten Mammon". Mit diesem und mit der Gerechtigkeit muß man sich Freunden machen, die nicht vor den Augen der Männer, aber gewiß vor den Augen Gottes zählen. Die Witwe, die jeden Tag mit ihrer Beharrlichkeit um die Rechtigkeit bittet, wird endlich erhört. Sie ist aber eine Ikone davon, wie auch wir die Gerechtigkeit in unseren Gedanken und in unseren tiefen Anstrebungen immer haben können und müssen. Aber wir müssen sie auch auf Grund der Liebe des Friedens ausüben und nicht auf Grund der Rache.

 

29. Sonntag des Jahreskreises (c)

 

Wirst Du uns so lange warten lassen?
Die Gesichter von vielen Menschen
wenden sich an Dich
und die Gebete sind unzählig auf der Erde.
Aber es ist nicht das das Problem.
Ja, wir bitten vielleicht schlecht
und wir sind fähig 
nur zu bitten,
ohne das zu hören,
was dein Geist uns einflüstert.
Du aber m
ußt dennoch zulassen, o Herr,
daß das Unrecht  auf der Erde sehr verbreitet ist
und daß der stumme Schrei der Unschuldigen
,
wenn es gewiß zu deinem Herzen kommt,
scheint nicht, Zuhören zwischen uns
zu bekommen,
denn wir sind zu beschäftigt,
um
um uns selbst zu kümmern.
Mag dein Wort uns lehren
die Gerechtigkeit ausüben,
und nicht nur um sie bitten!
Amen!  (GM/17/10/04)

 

 Vangelo di Luca (18,1-8) Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich. Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?