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Wir sind Verwalter eines riesigen Vermögens,  das wir oberflächlich schlicht und einfach nur als  persönlichen Besitz betrachten. Dagegen ist es das größte Gut, das uns Gott anvertraut hat,  nämlich unser eigenes Leben.  Der Rechenschaftsbericht wird nicht nur zum Ende unserer Tage, sondern schon mit dem Vorbeigehen der Zeit gefordert, wenn wir uns - wie es oft geschieht - fragen: "Was tue ich mit meinem Leben?". Nicht selten entdecken wir, daß etwas mit uns nicht in Ordnung zu sein scheint: die vergangene und gegenwärtige Zeit entspricht kaum den Erwartungen dessen, der sie uns anvertraut hat. Sie scheint verdorben, wenn nicht ganz verschwendet zu sein.  Jesus lehrt uns im heutigen Evangelium, beim Gebrauch der Zeit klug zu sein und all die verpassten Gelegenheiten nachzuholen. Das ist möglich, wenn wir vor allem die Bedürftigen und die am Rande unserer Gesellschaft verlassenen Menschen lieben. Unser Engagement für sie und für ihre Sache, wie, z. B., wenn wir für die Gerechtigkeit und den Frieden und für das Bewusstwerden in diesem Sinn einsetzen, werden sie zu jenen unseren besten Freunden,  die zugleich auch die besten Freunde Gottes sind.

25. Sonntag del Jahreskreises (c)

 

Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?
Was ich Dir, mein Herr, schuldig bin,
ist ohne Zweifel unberechenbar,
aber, zum Glück,
bist du kein richtiger Hausherr
und in der Tat sollten wir Dich
nicht "Herr" benennen,
denn Du willst nur als "Vater" angerufen werden.
So belehrte uns Dein Sohn,
der kam, all unsere Schuld zu bezahlen.
Im Vergleich zu dem unendlichen Reichtum
deiner Geschenke an uns,
bleibt nichts Anderes für uns möglich,
als der Versuch des Zurückschenkens,
um so Freunde zu bekommen,
die uns helfen, Dich zu erreichen.  
(GM 19/09/04)

Lukasevangelium (16,1-13)

  <<Er aber sprach zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward von ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht.   Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein!   Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln.   Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen.   Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?   Er sprach: Hundert Tonnen Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig.   Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig.   Und der HERR lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlecht.   Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.    Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.    So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen?    Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist?    Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen>>.