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Unser Gemeinschaftsleben ist voller Kompromisse und kennt viele Tauschhändel von gegenseitigen Gefallen. So sind die Geschenke nichts als bloße Tauschhandel, die Gefallen, die als Pflichten zukünftiger Geschäfte wahrgenommen werden und die mehr auf der  Ebene des Habens als auf der Ebene des Seins stattfinden. Man denkt z. B.:  "Wenn der Andere soviel besitzt, muß ich mindestens zeigen, dasselbe zu besitzen, besser sogar, etwas mehr als er". Freilich ist es wahr: es fehlt nicht an Erfahrungen, die ohne Eigeninteressen auskommen und daher Äußerungen echter Freundschaft ohne Erwartungen und Pflichtaustäuschen sind. Aber sind sie wirklich so zahlreich? Sind sie in der Tat  nur eine Ausnahme, die die Regel bestätigt? Außerdem: wer gilt vor Gott und vor seinem Reich, jenem Reich, das durch das Sein und nicht durch das Haben, durch das Wesen und nicht durch das Scheinen bestimmt wird? Die Botschaft dieses Sonntags kann eigenartig klingen, sie ist aber die einzige, die uns zurück auf den Weg der Wahrheit bringt. Danach streben wir alle, denn das Suchen nach der Authentizität wird nie zerstört im menschlichen Herzen. Fangen wir an, unsere gegenseitigen Beziehungen zu ändern und so wird das Reich Gottes, unerwartet und  freudig, auch für uns kommen...

 22. Sonntag des Jahreskreises (c)

Vom Tisch der Mächtigen
sind all jene ausgeschlossen,
die nichts zurückgeben können
,
doch Du, Jesus, hast gerade sie eingeladen
uns Du lehrst uns sie wie Tischgenossen
bei uns zu haben

denn Dein Reich ist von ihnen und für sie gemacht,

Sie sagen, wir globalisierten den Reichtum,
aber in Wahrheit scheint es doch,
daß Deine Gäste jeden Tag

weniger sichtbar werden
.
Gib uns, als Deiner Kirche,
aufgeschlossene Augen und einen klaren Blick
sie auch weiterhin zu erkennen
und sie immer wieder neu einzuladen
,
und vor allem lehre uns
Eigeninteressen zu überwinden
,
denn in Deinem Reich zählt
nicht der Eintausch,
sondern die Freigebigkeit in den Beziehungen
.

 (GM/22/08/01)

Vangelo di Luca (14,1.7-14) <<Gesù entrò di sabato in casa di uno dei principali farisei per prendere cibo, ed essi lo stavano osservando… Notando poi come gli invitati sceglievano i primi posti, disse loro questa parabola: «Quando sarai invitato a nozze da qualcuno, non ti mettere a tavola al primo posto, perché può darsi che sia stato invitato da lui qualcuno più importante di te, e chi ha invitato te e lui venga a dirti: "Cedi il posto a questo!" e tu debba con tua vergogna andare allora a occupare l'ultimo posto. Ma quando sarai invitato, va' a metterti all'ultimo posto, affinché quando verrà colui che ti ha invitato, ti dica: "Amico, vieni più avanti". Allora ne avrai onore davanti a tutti quelli che saranno a tavola con te. Poiché chiunque si innalza sarà abbassato e chi si abbassa sarà innalzato». Diceva pure a colui che lo aveva invitato: «Quando fai un pranzo o una cena, non invitare i tuoi amici, né i tuoi fratelli, né i tuoi parenti, né i vicini ricchi; perché essi potrebbero a loro volta invitare te, e così ti sarebbe reso il contraccambio; ma quando fai un convito, chiama poveri, storpi, zoppi, ciechi; e sarai beato, perché non hanno modo di contraccambiare; infatti il contraccambio ti sarà reso alla risurrezione dei giusti»>>.