Bild von Cerezo Barredo (www.servicioskoinonia.org)  

18. Sonntag des Jahreskreises 
(Jahr B)

 

Gott ist all denen nahe, die ihn anrufen
all jenen, die ihn mit ihrem Herzen suchen
so, wie es schon geschrieben steht.
Und so bestätigst du es, indem du uns sagst,      daß du das Brot bist, das jeden Hunger stillt.
Es ist nun schon einige Zeit, daß ich suchend umhergehe
und es ist gewiß, daß Du, der Du jedes Wort behältst,
irgendwo sein mußt in meinem Leben, das nach der Liebe immer sucht,
Herr, ich bitte Dich, öffne doch nun,
ein Loch in der Hülle aus Unruhe, die mich umgibt, und laß mich schauen, nur ein wenig, wo Du bist,
beruhige endlich mein Herz und erfülle es ganz mit Deiner Gegenwart und schenke mir ein wenig Frieden. (GM/10/08/03)

 

Ex (4,14-16);  Jh (6,24-35)

Der Menge, die ihn zum König machen wollte, weil sie dachte, endlich den vor sich zu haben, der für immer ihren Hunger stillen könne, präsentierte sich Jesus im Evangelium hingegen wie derjenige, welcher die Herzen mit überschäumender Freude erfüllen kann. Aber ist es wirklich so einfach? In einigen Momenten von Begeisterung und besonderer Gnade, ja.

 Aber wie kann es gelingen, diese Freude im alltäglichen zu bewahren und sie zu einer Stütze im eigenen Leben werden zu lassen? Die Antwort klingt vielleicht bereits in der ersten Lesung an. Sie lädt uns ein, dieses Staunen zu bewahren als eine Lebenshaltung. Staunen als die Fähigkeit sich von Gott immer wieder neu überraschen zu lassen, Tag für Tag.