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Der Sinn dieses Festes soll nicht von einer „monarchischen“ Darstellung ihrer Hauptfigur verdunkelt werden. Statt dessen sind ein Versprechen und eine Aufgabe hier angedeutet. Das Versprechen: es gibt keine böse Gestalt, welche immer noch unsere Menschheit verdirbt, die sich der Macht der Auferstehung Jesu entziehen kann. Die zwei letzten Feinde des Menschen, die Ablehnung der Liebe (die Sünde) und das Scheitern in den Unsinn (der Tod) werden gewiß geschlagen werden. Wir sind nicht in der Lage zu wissen, wenn das geschehen wird, und trotzdem wird es gewiß geschehen. Diese Hoffnung schließt aber auch unsere Aufgabe ein, und zwar, daß wir ein Reich der Liebe im Alltag sowohl in unserer verdorbenen persönlichen als in unserer gemeinsamer Geschichten verwirklichen, ein Reich, das von der Auferstehung verwandelten Dimension des Lebens schon geformt ist.  Jeder von uns muß sich einsetzen, um diesen Herzschlag der Auferstehung zu übertragen.
Nämlich was in uns selbst entsteht und langsam wie ein echtes  Lächeln  die Mitmenschen uns herum und die alltäglichen Dinge erhellt.
 

Christkönigsfest (A) 2005
Wenn Du uns vom Schlaf des Todes
entbinden kommen wirst,
werden Weizen und Unkraut
endlich geschieden werden,
und du, Christus, wirst der König
einer versammelten Menschheit sein,
nicht um sie zu unterdrücken,
sondern um jene
von einem solidarischen Verhalten,
von einem Streichen, von einem Besuch
oder von einem einfachen Lächeln
vorauswirkende Liebe zu vervollkommnen.
So kommt der Augenblick
in dem der Samen zum Baum wird, 
das Wort alle seine Früchte
aus jeder Ecke der Erde pflückt
und die Liebe endlich
für immer herrscht
. (GM/20/11/05)

Mt (25,31-46) <<Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zu seiner Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getränkt? Wann haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. Da werden sie ihm antworten und sagen: HERR, wann haben wir dich gesehen hungrig oder durstig oder als einen Gast oder nackt oder krank oder gefangen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.>>.
 

1Cor (15,20-26.28) <<Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen. … Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn "er hat ihm alles unter seine Füße getan". Wenn er aber sagt, daß es alles untertan sei, ist's offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untergetan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf daß Gott sei alles in allen>>.