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In der zweiten Lesung wird uns am 4. Sonntag der Osterzeit wird uns eine große Schar von Menschen vor Augen geführt, welche Männer und Frauen aus allen Ecken der Erde umfaßt, Menschen aller Völker. Unter ihnen finden sich einige, welche wegen ihrer Liebe zu Jesus Verfolgung und Bedrängnis  erlitten haben. Um uns zu einem Teil dieser Schar werden zu lassen, ruft uns auch Jesus herbei, denn er kennt jeden von uns, wie der Text des Evangeliums sagt. Es liegt nun an uns seine Stimme von der Unzahl an anderen zu unterscheiden, die der seinen vielleicht zunächst gleichen, uns aber später enttäuscht und alleine zurücklassen. Vielleicht ist es manchmal so, daß uns aus dem tiefen Dschungel, in welchem wir uns zu verlieren drohen, nur eine einzige Möglichkeit der Rettung bleibt: unser Flehen und bittere Tränen der Einsamkeit. Dann wird er unsere Nähe suchen und die Tränen aus unseren Augen wischen, um in ihnen erneut die Freude über die Unbesiegbarkeit des Lebens zu erkennen, dieser großen Hoffnung, welche jeder von uns in seinem Herzen trägt.

 

4. Sonntag der Osterzeit 2004

Du, der Du uns kennst und zu Dir rufst
während der für uns schon zum Alltag gewordenen Möglichkeiten,

Dich zu hören und mit Dir zu sprechen,

laß uns nicht den Weg verlieren,
komme immer und immer wieder uns zu suchen.
Und wenn wir uns ab und an von Dir entfernen,
dann nicht, weil wir es so beschlossen hätten,
sondern allein, weil wir durcheinander und verwirrt sind,
in einer Welt voller hohler Parolen
durch welche oft nur Täuschungen verkauft werden sollen.

Ruf uns immer wieder und wir werden antworten
und Dir folgen,

auch wenn Du die eine oder andere Träne in unseren Augen wirst trocknen müssen.(GM/ 02/05/04).

Libro dell’Apocalisse  7,9-17: 9 Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm. 11 Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen. 13 Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen? 14 Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das mußt du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. 16 Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. 17 Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.

 

Vangelo secondo Giovanni (10,27-30)  [Und Jesus sagte:] 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. 28 Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 29 Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. 30 Ich und der Vater sind eins.