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Dieser 3. Sonntag der Osterzeit ist reich an verschiedenen Themen, dennoch möchte ich nur auf ein kleines Detail beschränken, welches im Gespräch zwischen Jesus und Petrus auftaucht. Es bezieht sich auf die Übersetzung zweier Verben, nämlich dem von Jesus benutzten «Petrus, liebst Du mich?» und der Antwort Petrus': «Herr, Du weißt, daß ich Dich lieb habe». Das Wort agapéo, welches  Jesus benutzte erschien Petrus vielleicht zu stark. Es bedeutet so viel wie Liebe Gottes (“Gott ist die agàpe”). Petrus hingegen antwortet dreimal mit dem Wort filèo, einem Wort, welches soviel bedeutet wie "jemanden gerne haben", so wie man es unter Freunden sagen würde, bis schließlich auch Jesus selbst dieses Wort benutzt. Und Petrus schließt seine dritte Antwort schließlich mit der unmißverständlichen Bestätigung seiner Liebe: «Herr, Du weißt alles; Du weißt, daß ich Dich lieb habe». Auf die geschenkte, überraschende und überfließende Liebe Gottes können wir nicht anders antworten als mit unserer Möglichkeit zu lieben: eine etwas zerbrechlichere, eine menschliche, aber nichts desto trotz eine wahrhafte Liebe, die allein es uns ermöglicht teilzuhaben an der Kraft des Evangeliums

3. Sonntag der Osterzeit 2004

 

Wir wagen es nicht, zu fragen,

wer Du bist,
denn wir wissen schon,

 daß Du der Herr bist,
aber schau, unser Boot, 
liegt noch immer am Ufer...
Und dann irgendwann,
wenn wir abstoßen vom Festland,
und ein Unwetter um uns wütet,

nichts mehr uns gelingt
und wir fühlen uns so allein;
und dann plötzlich gibst Du uns 
von weitem einen Wink,
und zeigst, daß Du schon daran gedacht hast,
uns ein Mahl zu bereiten, 
um uns am Leben zu erhalten,
und schon lange scheinst Du dort zu warten

selbst dann, als wir noch gar nicht davon wußten.

(GM/ 25/04/01).

 

Evangelium  nach Johannes (21:1-22) <<Darnach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern an den Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also: 21:2 Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heißt Zwilling, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und andere zwei seiner Jünger. 21:3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald; und in derselben Nacht fingen sie nichts. 21:4 Da aber jetzt Morgen war, stand Jesus am Ufer; aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war. 21:5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 21:6 Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische. 21:7 Da spricht der Jünger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der HERR! Da Simon Petrus hörte, daß es der HERR war, gürtete er das Hemd um sich (denn er war nackt) und warf sich ins Meer. 21:8 Die andern Jünger aber kamen auf dem Schiff (denn sie waren nicht ferne vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. 21:9 Als sie nun austraten auf das Land, sahen sie Kohlen gelegt und Fische darauf und Brot. 21:10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 21:11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll großer Fische, hundert und dreiundfünfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, zerriß das Netz nicht. 21:12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wußten, daß es der HERR war. 21:13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, desgleichen auch die Fische. 21:14 Das ist nun das drittemal, daß Jesus offenbart war seinen Jüngern, nachdem er von den Toten auferstanden war. 21:15 Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! 21:16 Spricht er wider zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! 21:17 Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: HERR, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! 21:18 Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Da du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst. 21:19 Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Und da er das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach! 21:20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust beim Abendessen gelegen war und gesagt hatte: HERR, wer ist's, der dich verrät? 21:21 Da Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: HERR, was soll aber dieser? 21:22 Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! >>.