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Die erste Lesung und das Evangelium dieses Sonntags zeigen uns den Respekt und die Gewaltlosigkeit gegenüber dem eigenen Gegner als unverzichtbare Werte auf. Wer auch immer er sei und was er gegen uns begangen haben könnte, ändere nichts daran, dass auch er ein Kind Gottes sei und eine Unverletzbarkeit genieße, die man niemals missachten dürfe. Jesus fordert uns auf, noch mehr zu leisten: Nämlich die ganze notwendige Zeit mit ihm zu verbringen, sogar an seiner Seite zu gehen, um ihm zu beweisen, dass er uns lieb ist, und um die Möglichkeit für alle erforderlichen Klärungen zu haben. Solange der Tag unseres Lebens dauert, müssen wir das stets von neuem versuchen. Die Liebe zu dem, der sie nicht erwidert, ist kein Vorschlag einer Heldentat. Es ist etwas Wichtigeres: Es ist der Versuch, durch Taten und Verhalten die Botschaft weiter zu tragen, dass selbstlose Liebe möglich ist. Es ist eine Art von Beweis, dass die Liebe existiert und es deswegen einen Gott gibt, der uns liebt. Das ist der Kern der Botschaft Jesu.

 

7. Sonntag des Jahreskreises C - 2007

 

Du warst und bleibst, Jesus,
unser bester Lehrer,
weil die Gewalt derjenigen,
die sich gegen Dich erbitterten,
weder Deine Gefühle geändert hat,

noch Deine Erfahrung,

die Du mit dem Vater gesammelt als demjenigen,

der hier auf Erden

die Guten und die Bösen nicht unterschiedlich behandelt,
indem er die Letzteren ins Verderben stürzen ließe.

Du hast den besseren Weg desjenigen vorgeschlagen,
der niemals sich der Böswilligkeit ergeben,
sondern jedes Mal eine Chance zur Liebe einräumen darf.

Denn wenn die Welt böse wird und der Hass tobt,

ist weiterlieben die einzige Hilfe,

die wir der Liebe geben,

die wir Gott schenken können,

der Liebe ist.                                                    (GM/18/02/07)

 

Jeremìa (1,4-5.17-19) <<In den Tagen des Königs Josia erging das Wort des Herrn an mich: Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.» Du gürte dich, tritt vor sie hin und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihren Augen in Schrecken. Ich selbst mache dich heute zur befestigten Stadt, zur eisernen Säule und zur ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige, Beamten und Priester von Juda und gegen die Bürger des Landes. Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten.

Lukas (4,21-30)  <<Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?

23Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg >>.