Die heilige Familien von Nazaret (A) - 2007                                     www.puntopace.net

 

Man macht die Familie von Nazareth oft zu einem Modell für unsere Familien. Dieses Modell ist eigentlich nicht verwirklichbar wegen der ungewöhnlichen Situationen, in denen diese Familie gelebt hat, und wegen der Besonderheiten ihrer Mitglieder: Maria, die tota pulcra, d.h. ohne Sünde, Jesus, Gottessohn und derselbe wahrer Gott, und Joseph, der gerechte Mann, der berufen wurde, Jesu Vater nach dem Gesetz und sein Beschützer zu sein... Es ist dennoch wahr, dass wir, wie die heilige Familie, durch den Glauben jede ungünstige Bedingung überwinden und so leben müssen,  dass unsere sichtbaren irdischen Ereignisse immer vom unsichtbaren Licht beleuchtet werden können. Das ist das Licht, das nur Gott auf die finstersten Wirklichkeiten ausströmen kann. Wir können und wir müssen verstehen, dass wir alle auch in unseren Familien uns gegenseitig anvertraut worden sind und dass jeder von uns Beschützer des anderen,  d.h. seiner Unversehrtheit, seiner Würde, seiner Größe, ist. 

 


 

GEBET

Wie ein Schutzengel warst du Joseph
für jenes zerbrechliche Leben, das dir anvertraut wurde,
und das der Sohn des Höchsten war.
Was hast Du gedacht, als Du ihn auf deinen Arm nahmst
und welche unendlichen Himmel sahst Du
mit Deinen Augen, die manchmal müde waren,
während Du die Wege überblicktest,
auf denen Du Dich als ein Anachoret,
zuerst entflohst und danach zurückkehrtest,
nämlich das Land Ägypten?
Dein ganzes Leben war eine Verbannung,
auch danach, während Du jeden Tag
mit Einfachheit deine Arbeit ausführtest, 
obwohl, nebenan das sichtbar gewordene Unsichtbare war,
und noch ein anderer wunderbarer
Engel der Zartheit, Deinem Schutz
und Deinen Sorgen anvertraut wurde:
Maria, bei der du bliebst,
denselben Glauben teilend,
und jenen unwiederholbaren Zauber.
 (GM/30/12/07)

Mt (2, 13-23)  13 Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. 14 Da stand Josef in der Nacht auf und floh (anechōrēsen) mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. 15 Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. 16 Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig und er ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte. 17 Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist:  18 Ein Geschrei war in Rama zu hören, / lautes Weinen und Klagen: / Rahel weinte um ihre Kinder / und wollte sich nicht trösten lassen, / denn sie waren dahin.  19 Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum 20 und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. 21 Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. 22 Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa 23 und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden.