4.Sonntag des Jahreskreises A - 2008                                                          www.puntopace.net

Der Kern dieses 4. Sonntags ist die Frohe Botschaft, mit der Jesus seine Verkündigung anfängt. Die Seligpreisungen werden hier ausgesprochen, sie wurden aber in der Bibel von den vielen Frohen Botschaften vorweggenommen, mit denen Gott zugunsten der Benachteiligten sprach. Es sind keine rhetorischen oder einfach tröstenden Botschaften. Stattdessen sind sie eine Verkündigung der Perspektive Gottes über die Welt und die Menschen, die auf ihr wohnen. Aus seiner Perspektive sind es die Versager und die Unglücklichen, die ersten Menschen, die Jesus ruft, um eine neue Wirklichkeit zu gründen, d.h. das "Reich Gottes". Das geschieht nicht gegen die alltägliche Welt, sondern in unsere geschichtliche und gesellschaftlichen Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit, wird ständig gefordert, sich zu erneuern, aber die, die in den Augen der Mächtigen Abfall zu sein scheinen, sind in Wirklichkeit die Protagonisten des Reich Gottes, während unsere Gesellschaft nur an das Kaufen und Verkaufen denkt.

 

GEBET

Der helle Tag der Befreiung
ist endlich gekommen,
der erwartete Tag, der heute
wie die Blütenstände eines Mandelbaums
einen neuen Frühling verkündigt.
Auf dem Abhang jenes Berges rufst  Du, 
Jesus, die Menschen,
die gekommen sind,  die Dir zuhören 
“Volk von Glückseligen”.
Jenen Menschen öffnest
Du Dein Herz und das Reich,
in dem Du schon wohnst und das Du
unbedingt mit uns zu teilen anstrebst.
Glückselig werden wir auch sein,
wenn wir, den Himmel ansehend,
uns als Frühblüher einer neuen Welt fühlen,  
die in den Winterknospen glänzt
und in Deinen Augen, die nie müde sind,
nach der lang ersehnten Zeit  zu träumen,
die voller endloser  Freude ist.
(GM/03/02/05))

Zef (2,3; 3,12-14): <<Suchet den HERR, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet; suchet Gerechtigkeit, suchet Demut, auf dass ihr am Tage des Zornes des HERRN möget verborgen werden... Ich will in dir lassen übrigbleiben ein armes, geringes Volk; die werden auf des HERRN Namen trauen.  Die übrigen in Israel werden kein Böses tun noch Falsches reden, und man wird in ihrem Munde keine betrügliche Zunge finden; sondern sie sollen weiden und ruhen ohne alle Furcht. Jauchze, du Tochter Zion! Rufe, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!>>.

MT (5,1-12): 1 Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2 Dann begann er zu reden und lehrte sie. 3 Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 4 Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden. 5 Selig, die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben. 6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden. 7 Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden. 8 Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen. 9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. 10 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 11 Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. 12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt>>.